Frankreich verhängt Rekordstrafe gegen Shein wegen irreführender Rabattpraktiken
Wie das französische Wirtschaftsministerium mitteilte, hatte Shein systematisch Preise vor Rabattaktionen erhöht und dadurch Preisnachlässe vorgetäuscht.
Zwischen Oktober 2022 und August 2023 untersuchte die Behörde tausende Angebote auf der Plattform. Das Ergebnis: In über der Hälfte der Fälle entsprach der ausgewiesene Rabatt nicht dem tatsächlichen Preisvorteil. In einigen Fällen handelte es sich sogar um versteckte Preiserhöhungen.
Shein hat nach eigenen Angaben bereits Maßnahmen zur Korrektur eingeleitet. Doch nicht nur Frankreich schaut genau hin: Auch auf EU-Ebene laufen Untersuchungen gegen Shein und andere Billig-Plattformen wie Temu – unter anderem wegen Verbrauchertäuschung und unklarer Rückgaberichtlinien. Zusätzlich plant die EU eine pauschale Abgabe auf Pakete aus Drittstaaten.
Für den Handel in Deutschland zeigt der Fall: Transparente Preisangaben und ehrliche Rabattaktionen sind nicht nur gesetzlich gefordert, sondern auch entscheidend für das Vertrauen der Kundinnen und Kunden – gerade im Wettbewerb mit internationalen Online-Plattformen.

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