Fünfte Tarifrunde im hessischen Handel ohne Ergebnis: Arbeitgeber fordern Bewegung
„Zu unserer großen Enttäuschung ist die Arbeitnehmerseite heute nicht auf unsere Lösungsansätze eingegangen. Eine Annäherung auf Basis des erfolgten Tarifabschlusses im Groß- und Außenhandel wäre aus unserer Sicht durchaus denkbar gewesen“, erklärt Nico Lehm, Vorsitzender der Tarifkommission. Eine Übertragung dieses Abschlusses auf den Einzelhandel hätte eine mögliche Basis für eine Einigung dargestellt.
„Allerdings hat die Gewerkschaft darüber hinaus die Einführung eines tariflichen Mindestentgelts gefordert. In der Kombination mit der 1:1-Übernahme des Abschlusses im Groß- und Außenhandel hätte dies zu einer erheblichen zusätzlichen finanziellen Belastung geführt. Gleichzeitig war auf Gewerkschaftsseite keine Bereitschaft erkennbar, an anderer Stelle Kompromisse zu machen oder der Arbeitgeberseite entgegenzukommen. Vor dem Hintergrund der unterschiedlichen strukturellen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen von Groß- und Einzelhandel war es unter diesen Voraussetzungen nicht möglich, ein tragfähiges Gesamtpaket zu vereinbaren“, so Lehm weiter.
„Für die weiteren Gespräche erwarten wir von der Gewerkschaft konkrete Überlegungen dazu, wie ein für beide Seiten akzeptabler und tragfähiger Kompromiss aussehen kann“, sagt Lehm abschließend. Ein neuer Verhandlungstermin wird zeitnah abgestimmt werden.
Stand: 25.08.2026 | 448 KB | PDF
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