Hessischer Handel erwartet trotz Kaufzurückhaltung stabiles Weihnachtsgeschäft mit einem Umsatzplus von 1,4 Prozent – leicht über dem Bundesdurchschnitt. Für das Gesamtjahr wird mit einem Umsatz von 57 Milliarden Euro gerechnet.
In den Monaten November und Dezember erwarten hessische Händlerinnen und Händler Gesamterlöse von 11,3 Milliarden Euro – 1,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Bundesdurchschnitt wird ein Zuwachs von 1,3 Prozent erwartet. Preisbereinigt entspricht dies jedoch einer Stagnation ohne reelles Wachstum.
„Das Weihnachtsgeschäft bleibt auch im Jahr 2024 von hoher Bedeutung. In einigen Branchen wird in den Wochen rund um Weihnachten bis zu einem Drittel des Jahresumsatzes erwirtschaftet. Die allgemein gestiegenen Kosten relativieren jedoch die erzielten Umsätze erheblich“, erläutert Jochen Ruths, Präsident Handelsverband Hessen.
Für das Gesamtjahr rechnet der Handelsverband Hessen mit einem Umsatz von rund 57,1 Milliarden Euro im hessischen Handel. „Wir gehen von einem stabilen Weihnachts- sowie Jahresgeschäft aus“, so Ruths weiter.
„Die wirtschaftlichen Folgen der geopolitischen Lage und die damit einhergehende Konsumzurückhaltung spüren wir im Handel täglich deutlicher“, sagt Tatjana Steinbrenner, Vizepräsidentin Handelsverband Hessen. „Während die Umsätze weitestgehend stagnieren, explodieren die Kosten und die Margen schrumpfen – eine gefährliche Schere für viele Unternehmen in Hessen“, so Steinbrenner weiter.
Die aktuelle Umfrage des Handelsverbandes Hessen unter 201 hessischen Händlerinnen und Händlern zeigt die drängenden Probleme der Handelsunternehmen deutlich: Über 25 Prozent der Befragten beklagen einen Kostenanstieg von über 15 Prozent (im Vergleich zum Vorjahr). Fast drei Viertel sehen sich einem unfairen Wettbewerb durch internationale Onlinehändler wie Temu und SheIn ausgesetzt. „Die Ergebnisse unterstreichen die Forderungen des Handelsverbandes Hessen, EU-Recht gegenüber Drittstaatenhändlern mithilfe von geeigneten Sanktionsmechanismen durchsetzen zu müssen“, betont Sven Rohde, Hauptgeschäftsführer Handelsverband Hessen.
Besonders gravierend ist der Arbeits- und Fachkräftemangel, der 69 Prozent der Handelsunternehmen belastet. Bei inhabergeführten Fachgeschäften sind inzwischen durchschnittlich vier Stellen unbesetzt. „Trotz dieser enormen Belastung bleibt der Handel eine zentrale Säule unserer Innenstädte. Gerade in schwierigen Zeiten schaffen wir Normalität und weihnachtliche Vorfreude – eine wichtige Aufgabe, der wir uns stellen“, so Steinbrenner abschließend.
Stand: 20.11.2024 | 178 KB | PDF
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