Direktversand über chinesische Plattformen: Handelsverband fordert Durchsetzung des geltenden Rechts
Der HDE kritisiert, dass die Anforderungen des europäischen Produkt-, Verbraucher- und Lauterkeitsrechts beim Direktversand von Waren über chinesische Plattformen wie Temu und Shein an Verbraucher in der EU vielfach nicht eingehalten würden.
„Die Defizite in der Rechtsdurchsetzung führen zu Wettbewerbsverzerrungen auf Kosten europäischer Unternehmen und zu Risiken beim Verbraucherschutz“, so Stephan Tromp, stellvertretender HDE-Hauptgeschäftsführer. Die Anforderungen für europäische Einzelhändler seien in den vergangenen Jahren mit dem Ziel des Umwelt- und Verbraucherschutzes immer weiter erhöht worden. Gleichzeitig werde der europäische Markt mit Produkten überschwemmt, die diese Anforderungen zu einem großen Anteil nicht erfüllten. „Es braucht endlich ein Level-Playing-Field“, betont Tromp.
Um eine wirksame Rechtsdurchsetzung auch gegenüber Wirtschaftsakteuren aus Drittstaaten zu gewährleisten, fordert der HDE nicht nur eine Verbesserung des behördlichen Vollzugs. „Für alle Anforderungen des Produkt-, Verbraucher- und Lauterkeitsrechts muss ein verantwortlicher Wirtschaftsakteur in der EU niedergelassen sein, der im Rahmen der behördlichen und privaten Rechtsdurchsetzung in Anspruch genommen werden kann“, erläutert Tromp. Anderenfalls liefen Sanktionen wie Buß- und Ordnungsgelder ins Leere, weil sie gegenüber chinesischen Händlern nicht durchgesetzt werden könnten. Der verantwortliche Wirtschaftsakteur müsse die Aufgabe nachprüfbar wahrnehmen können. Und auch die Plattformen sieht der HDE in der Pflicht. „Eine Plattform muss Händler aus Drittstaaten sperren, die der Pflicht zur Benennung eines verantwortlichen Wirtschaftsakteurs nicht nachkommen. Wenn Plattformen nicht kooperieren, müssen auch wirksame Maßnahmen gegenüber der Plattform selbst bestehen“, so Tromp.
Hessischer Handel blickt positiv auf Umsatz zwischen den Jahren
30.12.2025In eigener Sache, PressemitteilungDer hessische Handel zeigt sich enttäuscht vom Weihnachtsgeschäft 2025 – so das Ergebnis einer abschließenden Umfrage des Handelsverbandes Hessen.Verhaltenes Weihnachtsgeschäft: Kaufzurückhaltung prägt auch das letzte Adventswochenende
22.12.2025PressemitteilungEine Umfrage des Handelsverbandes Hessen zeigt: Das Weihnachtsgeschäft verläuft auch zum vierten Adventswochenende insgesamt verhalten. Bei einem Großteil der Betriebe liegen die Umsätze des bisherigen Weihnachtsgeschäfts hinter den Erwartungen der hessischen Händlerinnen und Händler zurück.Weihnachtsgeschäft in Hessen startet gedämpft
08.12.2025PressemitteilungDer bisherige Verlauf des Weihnachtsgeschäfts in Hessen zeigt ein gemischtes Bild. Das ergibt eine Kurzumfrage des Handelsverbandes Hessen. Zwar sorgten der erste Advent sowie regionale Aktionen in den Innenstädten für spürbare Frequenzen, doch bleibt die Kaufbereitschaft vieler Verbraucherinnen und Verbraucher weiterhin zurückhaltend.Nikolaus beschert hessischem Handel rund 93 Millionen Euro
03.12.2025PressemitteilungZum Nikolaustag planen auch in diesem Jahr zahlreiche Hessinnen und Hessen anlassbezogene Einkäufe. Nach aktuellen Einschätzungen rechnet der hessische Handel mit einem Umsatz von rund 93 Millionen Euro. Damit bewegen sich die Erwartungen stabil auf dem Vorjahresniveau.